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Der Rahmen der Bibel Teil 2

Gräuel der Verwüstung beim Bibelauslegen

Das Jesus zu der damaligen Generation sprach wird nicht gänzlich verworfen. Mit Hilfe eines Kniffs wird der Bibeltext in untypischer Weise "geschnitten". Das sieht wie folgt aus: Im Lukasevangelium spricht Jesus von der Zerstörung Jerusalems 70 n.Chr. Aber im Markus- und Matthäusevangelium spricht er von einem Ereignis das zeitlich noch vor uns liegt, wo Jerusalem abermals zerstört werden soll. Das klingt dahingehend verdächtig, dass wir von einem Ereignis reden, dass an zwei unterschiedlichen Zeiten stattfinden soll. Was aber wenn es doch nur ein Ereignis ist?

 

Ich versuche das Problem darzulegen

 

Konkordantes Neues Testament: (optimale Ansicht am PC, Handy zeigt den Text leider nur untereinander!)

Matthäus 24

4 Da antwortete Jesus ihnen: "Hütet euch, [damit] niemand euch irre[führe]!

 

5 Denn viele werden in Meinem Namen kommen [und] sagen: Ich bin der Christus! und werden viele irre[führe]n.

 

6 [Wenn] ihr aber künftig Schlachten[lärm] und Kunde [von] Schlachten hört, seht [zu], seid nicht bestürzt; denn [so] muß es geschehen, jedoch ist es noch nicht die Vollendung.

 

7 Denn es wird Nation gegen Nation und Königreich gegen Königreich erweckt werden; auch werden Hungersnöte und stellenweise [Erd]beben sein;

 

8 alles dies [ist] aber [erst der] Anfang [der] Wehen.

 

9 Dann wird man euch in Drangsal überantworten und euch töten, ja ihr werdet um Meines Namens willen von allen Nationen gehaßt werden.

 

10 Dann werden viele straucheln und einander verraten und einander hassen.

 

11 Auch viele falsche Propheten werden erweckt werden und viele irre[führe]n.

 

12 Weil sich die Gesetzlosigkeit mehrt, wird die Liebe [bei] den meisten erkalten.

 

13 [Wer] aber [bis] zur Vollendung ausharrt, d[e]r wird gerettet werden.

 

14 Dieses Evangelium [vo]m Königreich wird auf der ganzen Wohnerde geheroldet werden, allen Nationen zu[m] Zeugnis, und dann wird die Vollendung eintreffen.

 

15 Wenn ihr nun den vom Propheten Daniel angesagten Greuel der Verödung in [der] heiligen Stätte stehen seht - möge der Leser [es] begreifen -,

 

16 dann sollen die in Judäa in die Berge fliehen!

 

17 [Wer] auf dem Flachdach [ist], steige nicht [erst] hinab, um [etwas] aus seinem Haus [mit]zunehmen;

 

18 und [wer] auf dem Feld [ist], kehre nicht zurück, um [noch] sein Obergewand aufzunehmen.

 

19 Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen!

 

20 Betet jedoch, daß eure Flucht nicht [im] Winter noch [am] Sabbat geschehe!

 

21 Denn dann wird [eine] derartig große Drangsal sein, wie [sie] seit Anfang [der] Welt bis nun [noch] nicht gewesen ist, noch je sein wird.

 

22 Und wenn jene Tage nicht verkürzt wären, [so] würde keinerlei Fleisch gerettet werden; jedoch um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden.

 

23 Wenn dann jemand [zu] euch sagt: Siehe, hier [ist] der Christus! oder: Hier [ist Er]!, so glaubt [es] nicht!

 

24 Denn es werden sich falsche Christi und falsche Propheten erheben; [die] werden große Zeichen geben und Wunder [tun], um wenn möglich auch die Auserwählten irrezu[führe]n.

 

25 Siehe Ich habe [es] euch vorher angesagt.

 

26 Wenn man daher [zu] euch sagt: Siehe, Er ist in der Wildnis! [so] geht nicht [hin]aus; [oder]: Siehe, [Er ist] in den Kammern!, [so] glaubt [es] nicht!

 

27 Denn ebenso wie der Blitz vo[m] Osten ausgeht und bis [zum] Westen scheint, so wird es [auch mit] der Anwesenheit des Sohnes des Menschen sein;

 

28 wo der Leichnam ist, dort werden sich die Geier versammeln.

 

29 Sogleich nach der Drangsal jener Tage wird die Sonne sich verfinstern, und der Mond wird seinen Schein nicht geben; die Sterne werden vom Himmel fallen und die Mächte der Himmel erschüttert werden.

 

30 Dann wird das Zeichen des Sohnes des Menschen a[m] Himmel erscheinen, und dann werden alle Stämme des Landes wehklagen und den Sohn des Menschen auf den Wolken des Himmels mit Macht und großer Herrlichkeit kommen sehen.

 

31 Alsdann wird Er seinen Boten mit lautem Posaunenton [aussend]en, und sie werden Seine Auserwählten von den vier Winden [her] versammeln, vo[m] äußersten [Ende des] Himmels [an] bis [wieder zu] ihrem äußersten [Ende].

 

32 Vom Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn seine Zweige schon weich werden und Blätter hervorsprossen, [dann er]kennt ihr [daran], da[ß] der Sommer nahe [ist].

 

33 So auch ihr: wenn ihr dies alles seht, [dann er]kennt [daran], da[ß] Er nahe ist - an [den] Türen.

 

34 Wahrlich, Ich sage euch: Keinesfalls sollte diese Generation vergehen, bis dies alles geschehen ist.

 

35 Der Himmel und die Erde werden vergehen, aber Meine Worte [werden] keinesfalls vergehen.

 

36 Um jenen Tag und [jene] Stunde aber weiß niemand, weder die Boten der Himmel noch der Sohn, außer dem Vater allein.

Markus 13

5 Da begann Jesus ihnen [zu] antworten: "Hütet euch, [damit] niemand euch irre[führe]!

 

6 Denn viele werden in Meinem Namen kommen [und] sagen: Ich bin [es]! - und werden viele irre[führe]n.

 

7 Wenn ihr aber Schlachten[lärm] und Kunde [von] Schlachten hört, seht [zu], seid nicht bestürzt; denn [so] muß es geschehen, jedoch [ist es] noch nicht die Vollendung.

 

8 Denn es wird Nation gegen Nation und Königreich gegen Königreich erweckt werden; auch werden stellenweise [Erd]beben sein, und Hungersnöte und Unruhen werden sein; [alles] dies [ist erst der] Anfang [der] Wehen.

 

9 Ihr aber hütet euch! Denn man wird euch an [die] Synedrien überantworten und euch in [den] Synagogen auspeitschen. Sowohl vor Regierende wie auch [vor] Könige wird man euch um Meinetwillen stellen, ihnen zu[m] Zeugnis.

 

10 Doch zuerst muß das Evangelium unter allen Nationen geheroldet werden.

 

11 Wenn man euch [ab]führt und überantwortet, [so] sorget euch nicht vorher, was ihr sagen sollt, noch kümmert euch [darum], sondern [was] euch in jener Stunde gegeben wird, das redet; denn nicht ihr seid die Redenden, sondern der Geist, der heilige.

 

12 Es wird aber [der] Bruder [den] Bruder zu[m] Tode überantworten, und [der] Vater [das] Kind, und Kinder werden gegen [die] Eltern aufstehen und sie [zu] Tode [bring]en.

 

13 Ja ihr werdet um Meines Namens willen von allen gehaßt werden. [Wer] aber [bis] zu[r] Vollendung ausharrt, d[e]r wird gerettet werden.

 

14 Wenn ihr den vom Propheten Daniel angesagten Greuel der Verödung [dort] stehen s[e]ht, wo er nicht [sein] dürfte - möge der Leser [es] begreifen - dann sollen die in Judäa in die Berge fliehen!

 

15 [Wer] auf dem Flachdach [ist], steige nicht [erst] ins Haus hinab, noch gehe er [hin]ein, um etwas aus seinem Haus [mit]zunehmen;

 

16 und [wer] auf dem Feld ist, kehre nicht zurück, um [noch] sein Obergewand aufzunehmen.

 

17 Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen!

 

18 Betet jedoch, daß eure Flucht nicht [im] Winter geschehe!

 

19 Denn jene Tage werden [eine] derartige Drangsal sein, wie seit Anfang [der] Schöpfung, die Gott erschuf, bis nun [noch] keine solche gewesen ist und keinesfalls [mehr] sein wird.

 

20 Und wenn [der] Herr die Tage nicht verkürzte, [so] würde keinerlei Fleisch gerettet werden; jedoch um der Auserwählten willen, die Er auserwählt hat, verkürzt Er [jene] Tage.

 

21 Wenn dann jemand [zu] euch sagt: Siehe, hier [ist] der Christus! oder: Siehe, dort!, [so] glaubt [es] nicht. 

 

22 Denn es werden sich falsche Christi und falsche Propheten erheben, [die] werden Zeichen geben und Wunder [tun], um wenn möglich auch die Auserwählten irrezu[führe]n.

 

23 Ihr aber hütet euch! Siehe, Ich habe euch alles vorher angesagt.

 

24 In jenen Tagen jedoch, nach jener Drangsal, wird die Sonne sich verfinstern, und der Mond wird seinen Schein nicht geben;

 

25 die Sterne werden vom Himmel fallen und die Mächte in den Himmeln erschüttert werden.

 

26 Dann wird man den Sohn des Menschen in Wolken mit großer Macht und Herrlichkeit kommen sehen.

 

27 Und dann wird Er Seine Boten [aussenden] und Seine Auserwählten von den vier Winden [her] versammeln, [vom] äußersten [Ende der] Erde [an] bis [zum] äußersten Ende [des] Himmels.

 

28 Vom Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn seine Zweige schon weich werden und Blätter hervorsprossen, [dann] erkennt ihr [daran], da[ß] der Sommer nahe ist.

 

29 So auch ihr: wenn ihr dies [alles] eintreffen s[e]ht, [dann] erkennt [daran], da[ß] Er nahe ist - an [den] Türen.

 

30 Wahrlich, Ich sage euch: Keinesfalls sollte diese Generation vergehen, bis dies alles geschehen ist.

 

31 Der Himmel und die Erde werden vergehen, aber Meine Worte werden keinesfalls vergehen.

 

32 Um jenen Tag oder [jene] Stunde aber weiß niemand, weder die Boten i[m] Himmel noch der Sohn, außer der Vater [allein].

 

 

Lukas 21

8 Er aber antwortete: "Hütet euch, [damit] ihr nicht irrege[führ]t werdet! Denn viele werden in Meinem Namen kommen [und] sagen: Ich bin [es] - und: Der [Zeit]punkt hat sich genaht! - Geht ihnen nicht nach!

 

9 Wenn ihr aber [von] Schlachten und Aufruhr hört, erschreckt nicht; denn das muß zuerst geschehen, jedoch [ist es] nicht sofort die Vollendung."

 

10 Dann sagte Er ihnen: "Es wird Nation gegen Nation und Königreich gegen Königreich erweckt werden;

 

11 auch werden große [Erd]beben und stellenweise Hungersnöte und Seuchen sein; furchtbare [Dinge] und auch große Zeichen vo[m] Himmel werden sein.

 

12 Schon vor diesem allen werden sie ihre Hände an euch legen, [euch] verfolgen und an die Synagogen und Gefängnisse überantworten, und [ihr werdet] abgeführt werden vor Könige und Regierende wegen Meines Namens.

 

13 [Das] wird euch aber [Gelegenheit] zu[m] Zeugnis bieten.

 

14 Daher nehmt [es] euch in euren Herzen [vor], nicht [für eure] Verteidigung vorzusorgen;

 

15 denn Ich werde euch [Worte in den] Mund und Weisheit geben, denen alle die euch widerstreben, nicht werden widerstehen oder widersprechen können.

 

16 Ihr werdet aber auch von Eltern und Brüdern, Verwandten und Freunden überantwortet werden, und man wird [einige] von euch [zu] Tode [bring]en.

 

17 Ja, ihr werdet um Meines Namens willen von allen gehaßt werden.

 

18 Aber keinesfalls soll [ein] Haar von eurem Haupt verloren[gehen].

 

19 Durch euer Ausharren werdet ihr eure Seelen erwerben.

 

20 Wenn ihr Jerusalem von Heerlagern umzingelt s[e]ht, dann [er]kennt, da[ß] sich seine Verödung genaht hat.

 

21 Dann sollen die in Judäa in die Berge fliehen, die mitten in [der Stadt] sollen aus ihr weichen, und die auf dem Land sollen nicht in sie hineingehen;

 

22 d[enn] dies sind Tage [der] Rache, [damit] alles, [was] geschrieben ist, [er]füllt werde. 

 

23 Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Denn im Land wird große Not sein und Zorn [über] diesem Volk. 

 

24 Sie werden [durch des] Schwertes Schneide fallen und unter alle Nationen gefangen [weg]ge[führ]t werden. Und Jerusalem wird von [den] Nationen getreten werden, bis [die] Fristen [der] Nationen erfüllt sind.

 

25 Dann werden Zeichen an Sonne, Mond und [den] Gestirnen sein, und auf der Erde [wird] Beklemmung [der] Nationen vor Ratlosigkeit [beim] Brausen [des] Meeres und [bei der] Erschütterung [sein],

 

26 [wobei die] Menschen in Furcht und Vorahnung [vor] dem erstarren, [was] über die Wohn[er]de kommt; denn die Mächte der Himmel werden erschüttert werden.

 

27 Dann wird man den Sohn des Menschen in [einer] Wolke mit Macht und großer Herrlichkeit kommen sehen.

 

28 [Wenn] aber dies zu geschehen beginnt, [dann] richtet euch empor und erhebt eure Häupter, weil eure Freilösung naht!"

 

29 Weiter erzählte Er ihnen [ein] Gleichnis: "Seht den Feigenbaum und all die [anderen] Bäume [an]:

 

30 Wenn sie bereits knospen [und] ihr [dies er]blickt, [dann er]kennt ihr von selbst da[ß] der Sommer schon nah ist.

 

31 So auch ihr: Wenn ihr dies [alles] eintreffen s[e]ht, [dann er]kennt [daran], daß das Königreich Gottes nahe ist.

 

32 Wahrlich, Ich sage euch: Keinesfalls sollte diese Generation vergehen, bis [dies] alles geschehen ist.

 

33 Der Himmel und die Erde werden vergehen, aber Meine Worte werden keinesfalls vergehen.


 

Wenn wir die Texte wie in einer Synopse nebeneinander stellen, können wir schon einmal sehr deutlich erkennen, dass hier von einem und nicht von zwei zeitlich unterschiedlichen Ereignissen gesprochen wird. In allen 3 Texten finden wir nämlich die Aussage: "Wahrlich, Ich sage euch: Keinesfalls sollte diese Generation vergehen, bis dies alles geschehen ist." Daher ist es unmöglich zu sagen, dass 2 Evangelien über die Zukunft reden und eines über ein historisches Ereignis! 

 

Lukas unterstellt man, er rede von der Zerstörung Jerusalems 70 n.Chr. während Markus und Matthäus über unsere Zukunft prophezeien. Woher kommt der Gedanke? 

 

Matthäus 25,15 Wenn ihr nun den vom Propheten Daniel angesagten Greuel der Verödung in [der] heiligen Stätte stehen seht - möge der Leser [es] begreifen -, 16 dann sollen die in Judäa in die Berge fliehen!

 

Markus 13, 14 Wenn ihr den vom Propheten Daniel angesagten Greuel der Verödung [dort] stehen s[e]ht, wo er nicht [sein] dürfte - möge der Leser [es] begreifen - dann sollen die in Judäa in die Berge fliehen! 15 [Wer] auf dem Flachdach [ist], steige nicht [erst] ins Haus hinab, noch gehe er [hin]ein, um etwas aus seinem Haus [mit]zunehmen...

 

Was heute an vielen Orten geglaubt wird, ist das Markus und Matthäus hier von dem "Antichristen" schreiben wenn sie den Greuel der Verwüstung nennen. Wahrscheinlich Millionen Menschen glauben das. Und ich gehörte auch dazu. Aber die Wahrheit ist viel zu einfach. Was wie verschlüsselt nach "Greuel der Verwüstung" klingt, löst uns Lukas auf! 

 

Lukas 21, 20 Wenn ihr Jerusalem von Heerlagern umzingelt s[e]ht, dann [er]kennt, da[ß] sich seine Verödung genaht hat. 21 Dann sollen die in Judäa in die Berge fliehen, die mitten in [der Stadt] sollen aus ihr weichen, und die auf dem Land sollen nicht in sie hineingehen...

 

Das Greuel der Verwüstung ist nicht ein Antichrist, sondern es war ein Heerlager! Das Werkzeug Gottes zum Gericht für Jerusalem.

Alle 3 Schreiber schreiben über das selbe Ereignis. 

 

Lukas 21,22 d[enn] dies sind Tage [der] Rache, [damit] alles, [was] geschrieben ist, [er]füllt werde.  23 Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Denn im Land wird große Not sein und Zorn [über] diesem Volk. 

 

Jesus erklärt seinen Jüngern im Detail das, was er den Menschen im Tempel angekündigt hat. Diese Generation mach das Maß der Sünde voll. In dieser Generation wird der Weinberg abgerissen. Blutrache wird kommen! Jerusalem und der Tempel werden zerstört.

Und zwar von einem Heerlager das sich als Greuel der Verwüstung präsentieren wird.

 

Die Art und Weise der Bibelauslegung in diesem Abschnitt ist völlig untypisch! Warum sollte Lukas von etwas anderem berichten als Markus und Matthäus?  Und warum nur in diesem Abschnitt? Wie sieht es beim Gleichnis von der Saat aus? Keiner würde auf die Idee kommen Markus erzählt ein ganz anderes Gleichnis. Diese Art der Trennung wird auch an keiner anderen Stelle in den Evangelien so gehandhabt. Allein in diesem Abschnitt! Denn sonst passt die "Endzeitlehre" nicht mehr! 

 

Ein Ereignis! In einer Generation!

 

...weiter in Teil 3

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