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Die Vollendung des Gesetzes

Ein schlechtes Gewissen vor Gott. Ein schlechtes Gewissen und eine innere Stimme die sagt: “das genügt nicht was du tust”, “du bist nicht gut genug” oder “Gott ist unzufrieden mit dir”. So oder so ähnlich sieht die tägliche Qual von unzähligen Menschen aus. Einen ähnlichen Kampf hatte das Volk Israel zur Zeit des Alten Testament. Dies führte dazu, dass sie sich in einen endlosen Kreislauf von Tieropfern wiederfanden ohne diesen je zu durchbrechen. Ohne es zu bemerken suchten sie etwas, doch sie fanden es nicht. Und wir finden uns heute in den selben Kreislauf wieder. Nur das wir keine Tiere schlachten sondern uns ein Schurz aus Feigenblättern basteln. Der Schurz benötigt von nun an Pflege und Aufmerksamkeit. Er ist mein täglicher Gottesdienst!

 

Grund dafür ist ein schlechtes Gewissen, welches Angst vor Gott hervorruft. Angst vor Strafe. Diese Angst beseitigen wir, indem wir unser Gewissen durch religiöse Handlungen zu beruhigen versuchen. Dies hat aber wie im Artikel “das Feigenblatt” beschrieben, negative Auswirkungen. Unserer Motiv für religiöses Handeln, liegt in der tief verborgenen Motivation unser Gewissen zu beruhigen.

 

Hebräer 10,1 Denn weil das Gesetz ein Schatten des beabsichtigten Guten ist, und nicht das wahre Bild der Sache selbst besitzt, kann es niemals diejenigen die hinzutreten und ununterbrochen Opfer darbringen vollenden. 2 Wären sonst die Darbringung nicht zur ruhe gekommen? Weil die Gott Dienenden, einmal gereinigt, kein schlechtes Gewissen von Sünden mehr haben? 3 Doch durch die Darbringung ist jährlich eine Erinnerung an Sünde vorhanden. 4 Denn unmöglich kann das Blut der Stiere und Böcke Sünde wegnehmen.

 

Ein schlechtes Gewissen beruhigen, die war das Ziel des Opferdienstes der alten Israeliten. Doch es hat nicht funktioniert, sonst wäre irgendwann Schluss gewesen mit den Tieropfern. Mit ihren unaufhörlichen Dienst haben sie den Beweis erbracht, das sie nicht zur Vollendung kommen. Und genau das war das Ziel der ganzen Aufmachung. Am Menschen haftet das Böse und es gibt kein Gesetz um es zu überwinden. Auch nicht in einer “christlichen Religion”.

 

Johannes 8,34 Es antwortete ihnen Jesus: "Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch: Jeder, der die Sünde tut, ist ein Sklave der Sünde.

 

 

Der Mensch sündigt weil er ein Sünder ist! Es ist ein zwang! Und genau damit kommt der religiöse Mensch in Konflikt. Und deshalb versucht er auf seine persönliche Art und Weise, nicht mit Tieropfern, sondern durch “religiöse Handlungen” und selbstauferlegte “Gebote” sein Gewissen zu beruhigen. Und so wie bei den Israeliten scheint es darin kein Ende zu geben. Warum? Nun, ich denke es hat etwas mit Sicherheit zu tun. Weil tief in mir Zweifel schlummern. Da das Böse dem Mensch anhaftet, werde ich zwangsweise immer wieder damit konfrontiert.

 

Es schleicht sich unterbewusst der Gedanke ein, etwas hinzufügen zu müssen. Und genau dort wo der Mensch selbst etwas hinzufügt, sind Angriffspunkte vorhanden. Das können wir auf vielen Ebenen beobachten. Entweder der Mensch scheitert irgendwann in seinem Vorhaben und klagt sich selber an, oder legt sein Joch auf Andere und klagt diese an wenn sie nicht folgen. Das kann man überall beobachten. Tausende und Abertausende verschiedene christliche Ausrichtungen sind der beste Beleg dafür. Und diejenigen die sich bewusst Institutionen fern halten, sind auch auch nicht davor geschützt. Diese Schutzmauern fangen bei mir selbst an, alles andere sind nur die Früchte daraus. Ob ich mich selbst in diesen Kreislauf befinde, kann man meiner Meinung nach nur dadurch erkennen, das man sich selbst prüft und es sich dann eingesteht. Aber das erfordert Mut!

 

Wie sieht also die Lösung unseres Problems aus?

 

Hebräer 10.22 So lasst hinzutreten mit wahrhaftigen Herzen, in voller Gewissheit in gänzlich erfüllten Glauben, die Herzen besprengt weg vom bösen Gewissen und den Leib gewaschen mit reinem Wasser. 23 Das Bekenntnis der Hoffnung unwandelbar festhalten, denn Glaubwürdig ist er der verheißt.

 

 

Das gute Gewissen resultiert aus dem Opfer von Jesus. Dieses Opfer ist der einzige Grund weshalb wir uns Gott nähern dürfen. Schlussfolgernd gibt es auch nichts von unserer Seite aus, weshalb wir uns anklagen können. Denn von der menschlichen Seite aus gesehen, gäbe es nie reines Gewissen vor Gott. Deshalb ist Jesus gestorben und hat uns ein Opfer hinterlassen, damit wir dennoch mit Freimut Gott nahe kommen dürfen!

 

Hebräer 10,14 Denn mit einer Darbringung hat er die vollendet die geheiligt werden, ununterbrochen.

 

Was bedeutet Vollendet? Hier zur Wiederholung!

 

Hebräer 10,1 Denn weil das Gesetz ein Schatten ...ist,.. kann es niemals ... vollenden. 2 Wären sonst die Darbringung nicht zur ruhe gekommen? Weil die Gott Dienenden, einmal gereinigt, kein schlechtes Gewissen von Sünden mehr haben?

 

Wer das Gesetz “vollendet” hat, kann sich reines Gewissens Gott nähern. Das hat Jesus für uns getan. Er hat für uns das Gesetz “erfüllt”, damit wir durch sein Opfer uns Gott nähern können. Hier beginnt der Weg des Glaubens! Ab hier heißt es mit reinen Gewissen den Weg des Glaubens zu gehen.

 

Es ist noch nicht das Ziel, aber es ist der Weg!

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